BIOGRAPHIE


Adi Holzer wurde 1936 in Stockerau bei Wien geboren, studierte 1955-1960 an der Akademie für bildende Künste in Wien, ist mit einer Dänin verheiratet und wohnt seit 1962 in Dänemark. Er hat eine ganze Reihe von Kirchen, öffentliche Gebäude und Institutionen markant mit Auftragswerken geprägt.

In Dänemark vermieden es viele bildende Künstler in den vergangenen Jahrzehnten, die biblischen Quellen als Ausgangspunkt für ihre Kirchengestaltungen zu wählen. Dies führte zu einer hitzigen Debatte, inwieweit Christus aus dem Kirchenraum verdrängt worden sei, wenn zeitgenössische Künstler kirchliche Aufträge ausführten. Adi Holzer hat es gewagt, sich dieser allgemeinen Tendenz zu widersetzen. Er hat seine solide Basis in der biblischen Literatur. Er vermochte es, in einer Reihe von Kirchen in seiner charakteristischen Bildsprache eine figurative Kunst zu schaffen, die dramatisch oder mediativ sein kann, aber nie süsslich oder gleichgültig ist.


Ausdruckskraft der Farben ist ein wesentlicher Faktor in Adi Holzers Kunst. Nach meiner Ansicht beherrscht er den schwierigen Balanceakt zwischen koloristischer Stärke und blosser Buntheit. Seine Farbgebung ist stark und reich variiert. Holzers Bildwelt ist in hohem Masse lebensbejahend.
Ein bevorzugter Themenkreis in seiner umfassenden Produktion ist die Welt der Artisten und hier ist vor allem der Clown eine zentrale Figur. Der Clown als Sinnbild - mit einem lachendem und einem weinden Auge. Im Ganzen gesehen ist jedoch die Thematik der Werke breit gefächert: ob es sich um Menschen, Blumen oder Landschaftsbilder handelt, ob es um Situationen geht, die von österreichischer Volkskunst angeregt scheinen, immer wieder behandelt er auch zeitkritisch Themen der Gegenwart.


Eine wesentliche Inspirationsquelle ist die Musik. Das zeigt sich unter anderem in grafischen Serien, die Komponisten wie Mahler, Mozart und Bruckner gewidmet sind. Was die Techniken seiner Arbeiten betrifft, ist Adi Holzer sehr vielseitig, spannt sich doch der Bogen seiner Ausdrucksmöglichkeiten von der Malerei, den verschiedenen Radiertechniken, dem Siebdruck, der Lithografie, der Bronze, des Gobelins, der Glasmalerei bis hin zur jüngsten Errungenschaft dem Glasmosaik.
Die Begegnung mit Adi Holzer ist eine Begegnung mit einem faszinierenden, weltoffenen Künstler, eine Begegnung, die zum Nachdenken anregt, die geeignet scheint, einen vielleicht tristen Alltag zu erhellen.

Kristian Jensen
Kritiker, Mitarbeiter der Zeitschrift "Kunstavisen", Dänemark



Sehen Sie auch Besprechung bei Nordjyske Siftstidende.

Für ausführliche deutsche Biographie: siehe Wikipedia

 

 

DANK

 

Mein herzlichster Dank an Benny Schumann für unsere langjährige, gute Freundschaft und alle Inspiration durch seine grosse Kunst.

Hier klicken und Benny Schumanns homepage erscheint.

 

 

MEHR ALS EIN MÄRCHEN

(Text vorläufig nur englisch)